Wer darf CSE nutzen und was muss das Unternehmen dafür tun?

Ein Unternehmensstandard für nachhaltiges Wirtschaften ist natürlich sehr komplex. Wir haben an dieser Stelle das Wichtigste für Sie zusammengefasst. Den kompletten Standard können Sie hier einsehen.

Für die CSE-Zertifizierung müssen Unternehmen zunächst K.O.-Kriterien erfüllen, unterteilt in die drei bekannten Bereiche der Nachhaltigkeit: Soziales, Ökologie und Ökonomie. Einzigartig ist, dass es um die nachhaltige Ausrichtung des gesamten Unternehmens geht: Wenn Firma „XY“ einerseits Bio-Kosmetik produziert und andererseits gleichzeitig Tierversuche für eine andere Kosmetiksparte durchführt, wird sie keinesfalls das CSE-Siegel tragen dürfen.

Die K.O.-Kriterien gestalten sich wie folgt:

Soziale Anforderungen
In CSE-zertifizierten Unternehmen wird eine Arbeitsatmosphäre gelebt, die dem Menschen zuträglich ist. Familienfreundliche Arbeitszeiten, gleiche Entlohnung von Männern und Frauen und die Möglichkeit des Homeoffice gehören zur Selbstverständlichkeit. Sollen Rohstoffe oder Zwischenprodukte aus nicht-europäischen Ländern eingesetzt werden, bevorzugen CSE-Unternehmen fair hergestellte und gehandelte Erzeugnisse.

Ökologische Anforderungen
Die Unternehmen setzen ökologische und regionale Rohstoffqualitäten ein, indem sie überwiegend Inhaltsstoffe aus ökologischer, regionaler Landwirtschaft verwenden. Zudem arbeiten sie kontinuierlich an der Reduktion ihres Ressourcenverbrauchs. Auch in der Auswahl ihrer Rohstofflieferanten wird dies berücksichtigt.

Ökonomische Anforderungen
Fremdkapital stammt entweder von ethisch orientierten Geldgebern oder aus Quellen, die die Region am Sitz des Unternehmens stärkt. Es werden langfristige Partnerschaften aufgebaut und die Lohnschere überschreitet nicht das Verhältnis 1:15 (Als Vergleich: 1:200 wird allgemein in der Bevölkerung als „normal“ akzeptiert.) Gewinne, die das Unternehmen erwirtschaftet hat, werden zum Erreichen von Nachhaltigkeitszielen verwendet.

Darüber hinaus müssen CSE-zertifizierte Unternehmen ein Umweltmanagementsystem nach der internationalen Norm ISO 14001 nachweisen.

Diese Grafik gibt einen Überblick über den Aufbau der CSE-Zertifizierung.

Sind die K.O.-Kriterien erfüllt, folgen Nachhaltigkeitsziele aus den Bereichen Ökologie, Gesellschaft und Ökonomie, die sich jedes beteiligte Unternehmen verbindlich setzt. Zu wählen sind mindestens drei Ziele, die im Zeitraum von 3 bis 5 Jahren erreicht werden müssen.

Auf freiwilliger Basis widmen sich CSE-Unternehmen zusätzlich vielfältigen sogenannten Nachhaltigkeitsschwerpunkten. Damit tragen sie dazu bei, im Bereich nachhaltigen Wirtschaftens neue, innovative Impulse zu setzen.

Unternehmen, die die Zertifizierung einmal erfolgreich erhalten haben, dürfen und möchten sich jedoch nicht auf diesen Lorbeeren ausruhen. Sie verstehen Nachhaltigkeit als Lernprozess und stecken ihre Ziele immer höher.

Zertifizierung
CSE-Unternehmen müssen der jährlichen strengen Überprüfung aller Kriterien durch eine dritte, neutrale Zertifizierungsstelle standhalten.
Die nachhaltigsten Unternehmen der jeweiligen Branche geben dabei die Kriterien vor.
Ihr Best-Practice-Beispiel wird Grundlage und Maßstab für den Standard. Bei Produkten mit CSE-Kennzeichnung können Sie also sicher sein, dass Sie mit dem Kauf umfassend im Sinne der Nachhaltigkeit handeln.